Projekte und Produkte
Copernicus Netzwerkbüro Energie
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1) Produkte
SARAH-3 (CM SAF)
Der Strahlungsdatensatz SARAH-3 basiert auf den Beobachtungen der Meteosat-Satelliten erster und zweiter Generation und beinhaltet u.a. die Global- und die Direktstrahlung. Der Zeitraum erstreckt sich von 1983 bis heute (täglich aktualisiert) in monatlicher, täglicher und 30minütiger Auflösung. Die räumliche Auflösung beträgt 0,05° (ca. 5 km) und deckt global das Gebiet ±65° Breite und Länge ab.
Die Daten werden im Auftrag der EUMETSAT im Rahmen vom Satellite Application Facility on Climate Monitoring (CM SAF) beim Deutschen Wetterdienst erstellt und sind über das CM SAF (www.cmsaf.eu) verfügbar: https://doi.org/10.5676/EUM_SAF_CM/SARAH/V003. Der Datensatz wird häufig für Analysen im Bereich Solarenergie verwendet.
2) Projekte
EPOS - energy planning from outer space (greenventory GmbH)
Im Forschungsprojekt EPOS entwickelt greenventory gemeinsam mit der ESA Methoden, um aus Satellitendaten automatisiert Informationen für die Energieplanung zu gewinnen. Unter anderem nutzt greenventory dabei Bilderkennung, um bei Hausdächern bestehende Photovoltaik-Anlagen zu inventarisieren und zu prüfen, inwieweit sich ein Dach für Solaranlagen eignet.
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ADEQUACY 2050 (TransnetBW)
Die Studie untersucht die langfristige Versorgungssicherheit (Systemadäquanz bzw. System Adequacy) in einem klimaneutralen deutschen Energiesystem 2045 und im europäischen Energiesystem 2050. Erzeugungskapazitäten (Erzeugungsadäquanz), Übertragungskapazitäten (Netzadäquanz) und ihre Wechselwirkungen werden dabei erstmals in einem integrierten Ansatz gemeinsam analysiert.
Im Fokus steht auch die Frage, wie robust der deutsche Netzentwicklungsplan (NEP 2023) gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels ist – insbesondere dann, wenn Annahmen zur Flexibilität, etwa vollständig marktdienliche Prosumer, nicht wie geplant eintreten.
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Sustainable potential ofshallow geothermal heatrecycling in Dresden, Germany (KIT)
Der Energieverbrauch für Raumheizung trägt erheblich zu den CO₂-Emissionen und damit zum Klimawandel bei, während die zunehmende städtische Überwärmung auch die Grundwassertemperaturen beeinflusst. In dieser Fallstudie wird das geothermische Potenzial des oberflächennahen Untergrunds in Dresden untersucht, basierend auf EO-Daten (z. B. Lufttemperatur des DWD, Bebauung aus dem Copernicus Land Monitoring Service) sowie in-situ-Messungen der Stadt Dresden. Die Ergebnisse zeigen, dass die im Untergrund gespeicherte Wärme (a) ausreichen könnte, um den Heizbedarf der Stadt für bis zu drei Jahre zu decken, bevor das ursprüngliche Temperaturniveau wieder erreicht wird (b). Zudem werden verschiedene Klimaszenarien herangezogen, um die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit dieser Energiequelle zu bewerten.
Das Projekt wird durch ein Freigeist-Fellowship der VolkswagenStiftung gefördert (DOI: 10.1098/rsta.2025.0013).
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